ALEXANDER REZNIK


Wettbewerb Thor-Stadt Aalen
Name des Beitrags "Grürbanes Wohnen"

Themenbereich Wohnungsbau
Lage: Zentrum der Stadt Aalen.

Grundrissplanung, Freiraumplanung, Städtebauliche Konzeption


Idee: Thor-Stadt Aalen

1. Grundidee: Block schließen
Der Baukörper wird so angeordnet, dass die Baulinie das Gebäudevolumen nach außen hin begrenzt. Auf diese Weise fasst und begrenzt die Fassade des Baukörpers baulich den ZOB. Allerdings zeigen sich bei dieser Lösung Nachteile: die sehr nah am Bahnhof angeordneten Wohnungen ergeben sich ohne Lärm- und Sichtschutz. Es lässt sich zwar eine maximale Mietfläche unterbringen, allerdings auf Kosten der Qualität der Eckwohnungen am Grundstück Bahnhofstrasse 29. Die logische Schlussfolgerung ist, die Ecke zu öffnen, um einen Zugang zum Innenhof und bessere Belichtung zu gewährleisten.

2. Versatz/ Bestandsgebäude bleibt
Im zweiten Planungsschritt berücksichtigen wir das Bestandsgebäude. Es steht schräg zum neuen Straßenverlauf. Gemäß der aktuellen Situation im Bestand erweitern wir das Gebäude an der nördlichen Seite mit dem Neubau. Der Neubau verläuft weiterhin parallel zur Straße, ist aber um die Neigung bestehenden Baus versetzt. Es entsteht dadurch ein Vorplatz, auf welchem nun als Sichtschutz und grüne Zwischenzone zur Wohnnutzung hin als Baumreihe in Kombination mit Sitzgelegenheiten angeordnet werden kann. Das Bestandsgebäude lenkt die Fußgänger zum Mercatura-Einkaufcenter. Im Erdgeschoss können Cafés oder kleine Läden untergebracht werden, damit Reisende in ihrer Wartezeit besuchen können. Der Eingang in das Mercatura-Einkaufcenter an der Kreuzung Kanalstraße-Bahnhofstrasse ist mit einer Erhöhung städtebaulich in Szene gesetzt. Aufgrund des Höhenunterschiedes zum bestehenden Baukörper besteht ein Sichtbezug vom ZOB aus.

3. Alternative: Bestandsgebäude wird ersetzt durch Kopfgebäude
Im Falle einer Neubebauung des Grundstückes Bahnhofstrasse 29 kann ein höherer Baukörper eine Torsituation schaffen, welche den Fußgängerfluss ins Mercatura-Einkaufcenter lenkt. Bauablauf: Im ersten Bauabschnitt wird das L-förmige Gebäude am ZOB und der Bahnhofstrasse errichtet. Der kleinere Baukörper folgt im zweiten Bauabschnitt. Optional kann auf dem dem Grundstück Bahnhofstraße 29 ein höheres Wohngebäude errichtet werden.
Wohnungsgemisch
Die kleineren Wohnungen sind zum ZOB ausgerichtet: Zielgruppe sind junge Paare und Familien, die urbane Atmosphäre schätzen – die Ausrichtung der Wohnungen folgt dem ‚Wohnen entlang der Fassade‘. An der Südseite bieten die 2- und 3-Zimmer-Wohnungen sonnige Loggien, an der ruhigen Nordseite zum Innenhof hin befinden sich die Schlafräume. Die größeren Wohnungen sind Ost-West orientiert, beide Seiten der Wohnung werden gut mit Licht versorgt, daher folgen diese Grundrisse dem Prinzip des ‚Durchwohnens‘.
Freiraumplanung
Die Blockrandbebauung schafft eine größtmögliche Innenhof-Fläche. Die von der Wegeführung des Stadtgartens aufgenommenen Achsen bilden die Grundlage für die Gliederung und das Gestaltungskonzept des Innenhofes. Durch die Anordnung der Wohn- und Kochbereiche der Wohnungen Richtung ZOB und der Schlafräume Richtung Innenhof ist die Lärmbelastung verringert. Auch der Versatz der Baumasse von der Straßenkante wirkt sich positiv auf die Wohnsituation aus. Der Sichtbezug zum ZOB wird mit einer Baumreihe unterbrochen. Die unter den Bäumen entstehende Zwischenzone zum Busbahnhof hin bietet Verweilqualitäten in urbaner Atmosphäre.